Projekt von ZeroWaste senkt Abfall um ein Drittel

Projekt von ZeroWaste senkt Abfall um ein Drittel
13 Haushalte in Yverdon haben im Rahmen des Projekts Défi Zéro Déchet das tägliche Abfallaufkommen um ein Drittel gesenkt. Bild: zVg/ ZeroWaste Switzerland

Das Projekt Défi Zéro Déchet in Yverdon-les-Bains hat laut einer Mitteilung zu einer Verringerung des monatlichen Hausmüllaufkommens pro Haushalt in der Stadt um 33 Prozent geführt. Défi Zéro Déchet wurde von ZeroWaste Switzerland und der Stadt Yverdon organisiert.

Das Projekt konnte den monatlich anfallenden Hausmüll in den beteiligten Haushalten zwischen Oktober 2025 und April 2026 von 45 Kilogramm auf 30 Kilogramm senken. Die gebührenpflichtigen Säcke wurden dabei jeweils gewogen. Einige Haushalte erzielten sogar Reduzierungen von bis zu 82 Prozent. Der rezyklierbare Abfall ging bei PET um 42 Prozent, bei Aluminium um 71 Prozent zurück.

An dem Projekt beteiligten sich 16 ehrenamtliche Coaches. Sie führten 40 Coaching-Sitzungen, fünf Workshops und zwei Besichtigungen durch. Organisiert wurde auch zwei Vorträge, an denen mehr als 150 Personen teilnahmen.

Die teilnehmenden Haushalte änderten laut der Mitteilung auch ihre Konsumgewohnheiten. Sie kauften vermehrt unverpackten Waren sowie lokale und saisonalen Produkte ein. Sie verwendeten manche Gegenstände länger und reparierten auch mehr. Alle Haushalte gaben an, an diesen geänderten Gewohnheiten auch nach dem Projekt festhalten zu wollen. Mehr als die Hälfte der Teilnehmenden möchten ihr Umfeld dafür sensibilisieren.

„Die Umsetzung eines Zero-Waste-Ansatzes ist Teil eines umfassenderen Übergangs zu einer Kreislaufwirtschaft, bei der Reduzierung, Wiederverwendung und Reparatur Vorrang vor Einwegprodukten haben“, heist es in der Mitteilung.

ZeroWaste Switzerland mit Sitz in Cottens VD bietet Workshops, Coachings und lokale Projekte an. Sie zielen darauf ab, Zero Waste und die Kreislaufwirtschaft zu fördern. Die Organisation arbeitet mit Gemeinden, Schulen und Unternehmen in der West- und der Deutschschweiz sowie mit dem Netzwerk Zero Waste Europe zusammen. ce/gp